Autotherm Temperaturregelgerät AT: Für eine hochpräzise Temperaturregelung von Thermalölen
Funktionsweise
autotherm Temperaturregelgeräte versorgen mit leistungsstarken Pumpen geschlossene, halboffene und offene Verbrauchersysteme mit Thermalöl, das die vorgegebene Temperatur vorhält.
Die Beheizung erfolgt überwiegend elektrisch, aber auch mit Heißwasser oder Dampf. Die Kühlung wird über Kühlwasser erreicht, das in Wärmetauschern bedarfsgerecht Energie entzieht.
Alle für den Betrieb notwendigen Anlagenteile sind in einer Baugruppe integriert und aufeinander abgestimmt, um höchste Anforderungen an Regelgenauigkeit und Dynamik zu erreichen.
Anwendungsgebiete
- Maschinenbau, zum Beispiel Solar- und Windkraftindustrie, Textilindustrie
- Kunststoffverarbeitung
- Chemie und Pharmazie
- Papierherstellung
- Medizintechnik
- Forschung
Serienausstattung
- An die Temperieraufgabe angepasste Pumpen mit hoher Druck- und Förderleistung
- Heizung mit niedriger Oberflächenbelastung; Temperaturüberwachung über einen TÜV-geprüften Sicherheitstemperaturbegrenzer
- Wärmetauscher mit Ventiltechnik, die energieeffizient eine bedarfsgerechte Abnahme des Kühlwassers sichert
- Füll- und Ausdehnungsbehälter mit Kaltölvorlage
- Temperatur- und Drucksensorik
- Steuerung im Rittal-Schaltschrank mit einer lückenlosen Sicherheitskette
- Regelung über Kompaktregler mit Selbstoptimierungsfunktion und Alarmmeldungen
- Aufbau in Stahlrahmen, mit Aluminiumverkleidung, lackiert in RAL-Farbe nach Kundenwunsch
Beispiele für weitere Ausbaustufen
- Höhere Leistungen für Pumpen, Heizung und Kühlung sowie Verbrauchervolumen
- Sonderspannungen und -frequenzen für weltweiten Einsatz in verschiedenen Versorgungsnetzen
- Sondersteuerungen
- Drehzahlgeregelte Pumpen zur Erhöhung der Energieeffizienz
- Schnittstellen für die Anbindung an übergeordnete Steuerungen; u.a. Profinet, Ethercad und Canbus
- Mehrkreissysteme oder Einschubmodule
- Verteiler mit Absperrventilen und Schlauchverbindungen
- Anpassung der Geräteabmessungen und Positionierung der Geräteanschlüsse an die Aufstellungsbedingungen
- Rollen
- Gehäuse, Verkleidung und Schaltschrank in Edelstahlausführung
Leistungsbereich
- Temperatur: -40°C bis 350°C
- Heizleistung: 1,5 bis 300 kW
- Kühlleistung: 0,5 bis 500 kW
- Pumpenleistung: bis 90m³/h, bis 12 bar
Technische Daten
Unter den folgenden Links stehen Ihnen unsere Datenblätter als PDF zum Download zur Verfügung.
FAQ
Was ist ein Thermalöl-Temperiergerät und wo wird es eingesetzt?
Ein Thermalöl-Temperiergerät dient der präzisen Temperaturregelung von industriellen Prozessen. Dabei wird Thermalöl als Wärmeträgermedium auf die gewünschte Temperatur gebracht und durch den Verbraucher zirkuliert. Die Technologie ermöglicht hohe Prozesstemperaturen bei vergleichsweise niedrigem Druck und zeichnet sich durch eine zuverlässige und gleichmäßige Wärmeübertragung aus. Thermalöl-Temperiergeräte finden Anwendung in der Kunststoffverarbeitung, im Maschinen- und Anlagenbau, in der Chemie- und Pharmaindustrie sowie bei der Temperierung von Reaktoren, Walzen, Wärmetauschern, Behältern und anderen thermischen Prozessanlagen.
Welche Temperaturen können erreicht werden?
Thermalöl-Temperiergeräte erreichen je nach Ausführung Temperaturen von -40 °C bis zu +350 °C.
Wasser- oder Öltemperierung: Welche Lösung ist die richtige und warum wird Thermalöl statt Wasser eingesetzt?
Die Wahl hängt hauptsächlich vom erforderlichen Temperaturbereich ab.
Wasser eignet sich besonders für:
- Temperaturen bis ca. 160 °C
- Hohe Wärmeübertragungsleistungen
- Kurze Reaktionszeiten
- Wirtschaftliche Anwendungen
Thermalöl eignet sich besonders für:
- Temperaturen über 160 °C bis ca. 350 °C
- Niedrige Betriebsdrücke trotz hoher Temperaturen
- Prozesse mit hohen Temperaturanforderungen
- Große Wärmespeicherleistungen
Grundsätzlich sollte immer der Wärmeträger gewählt werden, der die Prozessanforderungen sicher und wirtschaftlich erfüllt.
Können Thermalölgeräte auch kühlen?
Thermalöl-Temperiergeräte können nicht nur heizen, sondern bei Bedarf auch Prozesswärme gezielt abführen. Die Kühlung erfolgt dabei über integrierte Wärmetauscher, die überschüssige Wärme aus dem Thermalölkreislauf entziehen und eine präzise Einhaltung der gewünschten Solltemperatur ermöglichen. Steht vor Ort kein Kühlwasser zur Verfügung oder reichen Temperatur bzw. Kühlleistung der vorhandenen Versorgung nicht aus, können die Temperiergeräte mit geeigneten Wasserrückkühlsystemen kombiniert werden. So lässt sich auch unabhängig von einer bauseitigen Kühlwasserversorgung eine zuverlässige und leistungsfähige Kühlung realisieren.
Welche Temperaturregelgenauigkeit ist erreichbar?
Moderne Temperiergeräte erreichen Regelgenauigkeiten von wenigen Zehntelgrad Celsius.
Die tatsächlich erreichbare Genauigkeit hängt jedoch von mehreren Faktoren ab:
- Größe des Verbrauchers
- Position der Temperaturfühler
- Durchflussmenge
- Wärmeverluste
- Dynamik des Prozesses
Bei optimal ausgelegten Systemen sind Regelabweichungen von ±0,1 bis ±0,5 °C durchaus realisierbar.
Wie oft sollte ein Temperiergerät gewartet werden?
Je nach Einsatzbedingungen empfiehlt sich eine jährliche Wartung. Dabei werden Sicherheitseinrichtungen, Sensoren, Pumpen, Heizungen und Wärmetauscher überprüft.
Wie oft muss Thermalöl gewechselt werden?
Die Lebensdauer hängt von der Betriebstemperatur und den Einsatzbedingungen ab. Regelmäßige Ölproben geben Auskunft über den Zustand des Wärmeträgers.
Welche Vorteile bietet ein geschlossenes System?
Geschlossene Systeme minimieren Oxidation des Thermalöls und verlängern die Lebensdauer des Wärmeträgers.
Welche Schnittstellen sind für Industrie-4.0-Anwendungen verfügbar?
Moderne Temperiergeräte können mit Profinet, EtherCAT, CAN-Bus, Modbus oder individuellen Kommunikationslösungen ausgestattet werden, um eine nahtlose Integration in bestehende Produktionsanlagen zu ermöglichen.