autotherm Temperiertunnel ATT: Optimierte Konditionierung für Metall & Kunststoff
Funktionsweise
Die autotherm Temperiertunnel ATT arbeiten mit einem speziell positionierten Luftkanal, der die gewünschte Lufttemperatur erzeugt. Die Luft wird in diesem Kanal direkt über dem Fördergurt verwirbelt, um eine möglichst effektive Kühlung oder Beheizung zu erreichen.
Durch dieses innovative Umluftsystem arbeiten die Temperiertunnel nicht nur energieeffizient, sondern sind auch weitestgehend unabhängig von der Umgebungstemperatur.
Anwendungsgebiete
- Kühlung von dickwandigen Kunststoffteilen
- Kühlung von verzugsgefährdeten Kunststoffteilen
- Trocknung von Lackbeschichtungen
- Konditionierung von Metall- und Kunststoffteilen vor der Weiterverarbeitung oder Veredelung
- Beschleunigter Wärmeentzug vor der Verpackung zur Vermeidung von Temperaturstaus
- Beschleunigte Trocknung von Klebstellen
- Beschleunigter Wärmeentzug ohne Einsatz von Kühlwasserbädern und der damit verbundenen Nacharbeit
Serienausstattung
- Schaltkasten mit Bedien- und Anzeigeelementen
- Temperaturanzeige
- Isoliertes Blechgehäuse
- Großflächige Wärmetauscher
- Geräuscharme Ventilatoren
- Leitbleche zur optimalen Luftverteilung im Tunnelbereich
Beispiele für weitere Ausbaustufen
- Geregelte oder getaktete Förderbänder in verschiedensten Längen und Breiten
- Integrierte autotherm-Kompressionskälteanlage, luft- oder wassergekühlt
- Geregelte Absaugung aus dem Temperiertunnel bei kontaminierter Umluft (zum Beispiel Lösemittel bei Trocknungsaufgaben)
- Geregelte Frischluftzufuhr bei Trocknungsvorgängen
Leistungsbereich
- Temperaturbereich: +3 °C bis +90 °C
- Temperierstrecke: 800 bis 16.400 mm
- Versorgungsspannung: 230 V / 50 Hz oder 400 V / 50 Hz
- Verfügbare Kühlleistung 1.000 bis 50.000 Watt
- Verfügbare Heizleistung 1.000 bis 48.000 Watt
Extras
- Verstellbare Ein- und Ausgangshöhe
- Sondertemperaturbereiche
- Sonderspannungen
- Edelstahlausführung
- Diverse Schnittstellen
Technische Daten
Unter den folgenden Links stehen Ihnen unsere Datenblätter als PDF zum Download zur Verfügung.
FAQ
Wofür wird der autotherm Temperiertunnel eingesetzt?
Der autotherm Temperiertunnel dient der präzisen Inline-Temperierung von Bauteilen im kontinuierlichen Durchlauf. Er eignet sich ideal zur kontrollierten Kühlung, Erwärmung oder Trocknung von Kunststoff- und Metallteilen – etwa nach dem Spritzguss, bei der Lacktrocknung oder vor der Weiterverarbeitung.
Welche Vorteile bietet der Temperiertunnel?
Der Temperiertunnel ermöglicht eine gleichmäßige, verzugsfreie Temperierung und reduziert dadurch Nacharbeit oder verkürzt die Zeit bis zur Weiterverarbeitung. Das Umluftsystem sorgt für hohe Energieeffizienz, die modulare Bauweise für flexible Skalierbarkeit. Präzise Steuerung und frei einstellbare Temperaturprofile gewährleisten eine konstante Prozessqualität und maximale Betriebssicherheit.
Wie funktioniert der autotherm Temperiertunnel?
Der Tunnel arbeitet mit einem über dem Förderband angeordneten Luftkanal, der die konditionierte Luft auf die Bauteile führt. Durch gezielte Verwirbelung direkt über dem Produkt wird ein besonders effektiver Wärmeübertrag erzielt. Das Umluftsystem reduziert den Energieverbrauch und macht den Tunnel weitgehend unabhängig von der Umgebungstemperatur. Temperierstrecke und Bandgeschwindigkeit werden dabei individuell auf das Produkt und den gewünschten Prozess abgestimmt.
In welchen Temperaturbereichen kann der Tunnel arbeiten?
Standardmäßig decken autotherm Temperiertunnel einen Temperaturbereich von +3 °C bis +90 °C ab. Der erforderliche Einsatzbereich wird bereits in der Angebotsphase definiert – Material, Isolierung sowie Heiz- und / oder Kühlleistung werden darauf abgestimmt. Tiefere Temperaturen bis etwa –25 °C sind technisch realisierbar, erfordern jedoch Abtauphasen der Wärmetauscher. Dies führt entweder zu kurzen Prozesspausen oder erfordert den Einsatz redundanter Wärmetauscher, um den Betrieb kontinuierlich aufrechtzuerhalten.
Kann der Temperiertunnel in bestehende Produktionsanlagen integriert werden?
Ja. autotherm Temperiertunnel können als eigenständige Anlagen, als Nachrüstlösungen oder als Erweiterung vorhandener Fördersysteme integriert werden. Die modulare Bauweise und individuell konfigurierbare Fördertechnik ermöglichen eine einfache Anpassung an bestehende Produktionsprozesse – auch bei beengten Platzverhältnissen.